Artificial Intelligence (AI)

KI ist kein Selbstzweck, sie ist ein Werkzeug.

Seit der industriellen Revolution gab es etwa alle 100 Jahre eine Erfindung, welche die Gesellschaft komplett veränderte und das Weltgeschehen in eine neue Richtung lenkte. Es begann mit der Dampfmaschine, dann kam die Elektrizität, gefolgt vom Computer; und nun sind wir im Zeitalter der künstlichen Intelligenz (KI) angelangt.

Eine Entwicklung, in der die einen sich unbegrenzte Möglichkeiten erhoffen, und andere eine Apokalypse a la Terminator befürchten. Aber bevor wir uns Sorgen machen, dass unsere Computer ein eigenes Bewusstsein zu entwickeln und wie Arnold Schwarzenegger zu sprechen beginnen, schauen wir uns doch zuerst einmal an, was künstliche Intelligenz eigentlich genau ist.

Was ist künstliche Intelligenz?

Künstliche Intelligenz (KI) ist eine Technologie, bei der Computer mithilfe von Daten und Algorithmen so trainiert werden, dass sie Aufgaben ausführen können, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern. Dazu gehören zum Beispiel Lernen, Problemlösen oder das Erkennen von Mustern. KI versteht jedoch nicht wie ein Mensch, sondern erzeugt Ergebnisse, die menschliches Verhalten oder Antworten nachahmen. Sie basiert auf Modellen, die durch grosse Datenmengen und Erfahrung verbessert werden.

Oft hört man auch den Ausdruck „Machine Learning“. Machine Learning ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, bei dem Computer mithilfe grosser Datenmengen trainiert werden, um Muster zu erkennen und daraus zu lernen. Anstatt für jede Aufgabe ausdrücklich programmiert zu werden, verbessern sich die Systeme selbstständig durch Erfahrung. Sie können so Zusammenhänge in Daten entdecken und Vorhersagen treffen, zum Beispiel das wahrscheinlich nächste Ergebnis bestimmen oder Entscheidungen unterstützen.

Welche Chancen gibt es  mit künstlicher Intelligenz?

Wahrscheinlich verwenden die meisten von euch ChatGPT oder Gemini im Alltag: um schnell mal diese Email zu verfassen, um jenen Text zu übersetzen. Es ist erstaunlich, wie schnell man sich an so ein neues Tool gewöhnt und man solche Bequemlichkeiten zu schätzen lernt.

Plötzlich scheinen alle Firmenchefs, Politiker, Content Creators, und all deren Mütter, auf den KI-Trendzug aufzuspringen. Wo man sich früher mühsam Photoshop und Grafikkenntnisse aneignen musste, kann jetzt jeder ein lustiges Bild oder Logo mit ein paar wenigen Prompts kreieren lassen. 

Dabei ist erstaunlich, wie schnell sich der Output von KI-generierten Medien verbessert haben. Wo KI-Clips und Bilder vor zwei Jahren noch wie ein wilder Fiebertraum anmuteten, sind sie heute kaum mehr von echten Videos zu unterscheiden. Was für Probleme das mit sich bringt, darauf kommen wir noch zurück. Aber theoretisch könnte ein jedermann auf seinem Handy einen hollywoodreifen Blockbuster innert wenigen Minuten kreieren.

Während dies berechtigterweise schon zu viel Kritik geführt hat, sind die Chancen der Anwendung von KI in der Medizin für viele ein grosser HoffnungsschimmerKI-Systeme im Gesundheitswesen erkennen Muster in großen Mengen medizinischer Daten, zum Beispiel in Röntgenbildern, MRTs, Laborwerten oder Patientendaten aus elektronischen Akten. Dadurch können sie Auffälligkeiten identifizieren, die für Menschen schwer zu erkennen sind, etwa frühe Anzeichen von Krebs, Herzproblemen oder anderen Erkrankungen. Ausserdem helfen sie dabei, Risiken vorherzusagen und Behandlungsverläufe zu simulieren, so dass Ärzt:innen fundiertere Entscheidungen treffen können.

Doch all diese Möglichkeiten kommen nicht ohne beträchtliche Risiken.

Was für Risiken gibt es beim Anwenden von künstlicher Intelligenz?

Das Problem mit der Privatsphäre
KI funktionert nur mit einem umfangreichen Datenset. Und die Daten kommen, wer hätte es gedacht, natürlich von uns. Das heisst: Wer künstliche Intelligenz füttert, greift unweigerlich tief in den Topf der personenbezogenen Daten. Genau an dieser Schnittstelle wird es regulatorisch spannend, wie ein Artikel des Fachmagazins Compact treffend beleuchtet. 
 
Weil Datenschutz und KI-Entwicklung untrennbar miteinander verknüpft sind, greift hier längst nicht mehr nur die bekannte DSGVO. Um den neuen, komplexen Risiken von KI-Systemen Herr zu werden, die weit über die reine Datennutzung hinausgehen, hat die Europäische Union den EU AI Act ins Leben gerufen.
 

Während die DSGVO als Grundrechtekunstrukt den Schutz unserer persönlichen Daten bezweckt, fungiert der EU AI Act primär als eine Art Produkt-sicherheitsgesetz für künstliche Intelligenz. Er teilt KI-Anwendungen je nach Gefahrenpotenzial in verschiedene Risikoklassen ein: von minimalem Risiko bis hin zu komplett verbotenen Systemen. 

Besonders spannend für Unternehmen: Je nachdem, ob man ein KI-System selbst entwickelt (Provider) oder lediglich im Betrieb einsetzt (Deployer), gelten völlig unterschiedliche Pflichten.

Falls du mehr erfahren willst, wie dieses Zusammenspiel zwischen Datenschutz und dem neuen KI-Gesetz im Detail funktioniert und was das konkret für dein Unternehmen bedeutet, dann schau dir unser E-Learning über den EU AI Act an.

Wer kontrolliert KI?

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